Die Gastgeber waren von Beginn an voll auf dieses Spiel fokusiert. Der VfB hingegen begann etwas pomadig und kam nicht so richtig in die Zweikämpfe.
Bereits in der 10.Spielminute fiel der Führungstreffer für die Hausherren. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld wurde unsere Abwehr mit einem genauen Pass über den rechten Flügel ausgekontert und bei dem platzierten Heber gab es nichts zu halten. Bereits 3 Minuten später hatten wir die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich, aber Manuel Knabner konnte die präzise Eingabe von Sascha Brückner aus 5 Meter nicht verwerten. In der 23. Minute bot sich Sascha selbst eine gute Gelegenheit, jedoch blieb auch diese ungenutzt.
Die Platzbesitzer, insgesamt etwas dominanter, nutzten in der 34. Minute einen Freisoß zum 2:0. Der gut postierte Schiedsrichterassistent hatte auf Abstoß entschieden, doch der Schiedsrichter gab überraschend Freistoß gegen uns. Trotzdem wäre bei mehr Aufmerksamkeit dieser Treffer zu verhindern gewesen.
Insgesamt war die erste Hälfte von unerer Mannschaft geprägt von zu vielen Fehlpässen,hohen und weiten Flugbällen und wenig Flügelspiel. Unsere Elf kam voller Tatendrang aus der Kabine und beherrschte den Spielverlauf zunehmend. Mit mehr Genauigkeit und guten Paßfolgen aber auch geglückten Dribblings wurden die Gastgeber in der eigenen Hälfte gebunden. Als sich Sören Steinert gut durchsetzte und Manuel bediente, blieb auch diese Chance ungenutzt. Wenig später stürmte Sascha von rechts allein auf das Tor zu , der Ball sprang jedoch vom Fuß. Die Platzbesitzer setzten vornehmlich auf Befreiungsschläge die oftmals im Seitenaus landeten.
Nur einmal kamen wir bei einem Konter in Bedrängnis, Markus Erler bereinigte jedoch die brenzlige Situation. Spieltechnisch hatten wir klare Vorteile,der Gastgeber stemmte sich vehement und manchmal auch unsauber dagegen, aber der letzte und entscheidente Paß war oft zu ungenau. In der 88. Minute gab es noch einen Kulminationspunkt. Manuel war auf dem Weg zum Tor, als er vom Torhüter und einem Verdeitiger umgerissen wurde. Statt Foulelfmeter und roter Karte für die Gastgeber gab es für alle überraschend Freistoß für Tirol. In dieser Szene dürfte ein anderes Spiel vor den Augen des Schiedsrichters abgelaufen sein.
Im Nachhinein muss man konstatieren, dass bei besserer Chancenverwertung und dem abstellen von so mancher Unkonzentriertheit mindestens ein Unentschieden möglich gewesen wäre. |